Hallo neuer Name – Hallo Klarheit

Es ist soweit!

Ich – oder besser mein Unternehmen – habe einen neuen Namen.

Tatsächlich denke ich schon seit 2017 (ja, seit 4 Jahren!)  immer mal wieder auf meinem Namen herum und wünsche mir einen neuen.

Was ich anfangs noch lustig fand, störte mich zunehmend: Mails mit “Liebe Frau Schnobel” flatterten vermehrt bei mir ins Postfach. Schließlich heiße ich so ja gar nicht. Aber woher sollten es die Absender auch wissen? Sie traf keine Schuld. Es war ein absolut hausgemachtes Problem.

Tatsächlich dachte ich 2014 noch, dass niemand Schnobel mit Nachnamen heißt. Weit gefehlt. Mindestens zwei echte Schnobel haben schon bei mir eingekauft (Vielen Dank dafür!).

Verlagerung meines Angebots

Zudem haben sich mein Unternehmen und auch ich mich persönlich in
der Zeit verändert
: Meine Arbeitsweise, meine Professionalität und somit auch mein Angebot.

Nicht meine Produkte sondern ich selbst stand mit meinen immer mehr gefragten Dienstleistungen – also Projekten auf Anfrage – vermehrt im Vordergrund. Ein falscher Name passte also schon lange nicht mehr.

Ich habe mich aber nie richtig getraut, Frau Schnobel zu beerdigen. Stattdessen hatte ich die glorreiche Idee, ein weiteres Label zu gründen: Rapü Design.

Die Verwirrung war perfekt.

Ich hatte den Drang, etwas neues zu erschaffen. Mit den Hamburgpostern habe ich damals einen neuen Weg eingeschlagen und wünschte mir hierfür auch einen neuen Rahmen / neues Label. Es ist mir aber nie so wirklich gelungen, Rapü Design als eigenständiges Label aufzubauen und es von Frau Schnobel Grafik zu trennen. Dafür waren die Produkte nicht unterschiedlich genug und ich habe sie beim Marketing dann doch wieder in einen Topf geworfen.

Ha! Marketing! Tatsächlich konnte man davon in den letzten Jahren nicht wirklich sprechen, da ich nie wusste, unter welchem Label ich jetzt eigentlich gerade auftrete: Frau Schnobel Grafik oder Rapü Design? Oder vielleicht einfach unter meinem eigenen Namen Martina Olonschek? Oder am allerschlimmsten: unter meinem zusammengeschusterten Instagram-Namen schnopueree.grafikdesign?

Wenn ich es selbst nicht mal weiß…

… wie sollen es dann meine Kunden und Interessenten wissen?

Mir fehlte eine Marke, hinter der ich zu 100% stehe. Ein Zuhause für meine grafische Dienstleistung und all meine Produkte.

Dieses Chaos hat mir teilweise schlaflose Nächte bereitet und ich bin mir selbst und auch Freunden mit diesem Problem zunehmend auf die Nerven gegangen (Danke für’s Zuhören!).

Schließlich habe ich beschlossen, dieses Problem in professionelle Hände zu geben und habe die #stayhome Zeit genutzt – für eine nachhaltige Investition in mich selbst.

Investition in mich selbst

Zusammen mit einer tollen Markenmentorin habe ich meine Ziele und Werte herausgearbeitet. Meine Stärken beleuchtet. Mein Warum hinterfragt.

Tatsächlich war ich positiv überrascht, wie viel ich tatsächlich schon richtig mache und was meine Kunden an mir schätzen. Denn auch das war Teil des Markencoachings: Freunde, Bekannte und Kunden um Feedback bitten. Ich war tatsächlich ganz gerührt, was für tolle Antworten ich hier erhalten habe.

Auf dieser Basis konnte ich mein Angebot neu ausloten und kann meinen Kunden so das anbieten, was ich am besten kann und ihnen somit auch ihnen den größten Nutzen bringt:

Authentisches Design, Ehrlichkeit in der Kommunikation, Spaß bei der Zusammenarbeit und schließlich überzeugende Ergebnisse, die wiederum meine Kunden bei ihrem erfolgreichen Marketing unterstützen.

Fehlt nur noch der Name

Um richtig loszulegen, musste ich mich aber schließlich entscheiden: für einen Namen. Einen einzigen. Einen, der meinen Produkten ein Dach gibt aber eben auch meinen Dienstleistungen, die ich in den letzten Jahren immer weiterentwickelt habe und die inzwischen den Großteil meiner Arbeit ausmachen.

Da ich allein nicht weiterkam, holte ich mir auch hier Unterstützung in Form einer tollen Texterin. Am Ende habe ich mir den Namen dann tatsächlich doch selbst ausgedacht, aber ohne Input von außen (der Texterin und ebenfalls Freunden) hätte ich ihn wahrscheinlich noch immer nicht gefunden.

Besonders wichtig war mir, dass ich den Namen auch in 20 Jahren noch mag und dass er sowohl für meine Dienstleistung und meine Produkte funktioniert. Für meine Freiberuflichkeit hätte ich einfach meinen eigenen Namen nehmen können – aber für meine Produkte? Klar, geht. Machen auch einige. Wollte ich aber nicht.

die Namensfindung

mo konzept war eine spontane Eingebung, die plötzlich auf meinem Zettel stand, auf dem ich wild herumgebrainstormt habe, und mir auf Anhieb gefiel. Meine Initialien waren drin und ein hübscher und gleichzeitig passend erklärender Zusatz.

“Hm, vielleicht zu große Ähnlichkeit zu einem gewissen dänischen Einrichtungshaus?” war mein Zweifel. Also Idee wieder verworfen. Weiter gegrübelt.

Etwa drei Monate später stand es wieder auf meinem krakeligen Zettel: mo.konzept
Diesmal bin ich konkreter geworden und habe es direkt beim DPMA gecheckt: Noch frei!

Neuer Name gefunden. Direkt Logo gebastelt.

Dass mir der Name wieder in den Sinn kam, war ein wichtiges Kriterium. Schließlich gefiel er mir immer noch. Klar, drei Monate sind keine Ewigkeit, aber schon eine ganz gute Richtung.

Und die Sache mit den Designermöbeln? Es gibt tatsächlich schlechtere Assoziationen.
Und unsere Tätigkeitsfelder liegen so weit auseinander, dass eine Verwechselungsgefahr sehr unwahrscheinlich ist.

 

Meine bisherigen Produkte werden vorerst ihre alten Labelnamen behalten. Schließlich sind die jeweiligen Logos und Namen aufgedruckt.
mo.konzept ist für die alteingesessen Produkte also eine Dachmarke. Ich bin jetzt ein Konzern. har har.

Alle neuen Produkte bekommen dann nur noch das Label mo.konzept.

Da müssen wir uns jetzt alle dran gewöhnen. Am allermeisten aber wohl ich selbst.

Consent Management mit Real Cookie Banner